Anfrage zu Senkungsschäden – Behandlung erst im Oktober
Die FDP-Ratsfraktion hat eine umfassende Anfrage zum Thema Senkungsschäden in Lüneburg eingereicht. Schwerpunkt sind die besonders betroffenen Bereiche Ochtmisser Kirchsteig und Schanzenweg. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner berichten seit Jahren von gravierenden Schäden an Gebäuden, von Rissen und Schieflagen bis hin zu massiven Wertverlusten ihrer Immobilien. Auch der Zustand der Straße am Ochtmisser Kirchsteig verschlechtert sich zusehends.
„Es gibt kaum ein anderes Thema, das die Betroffenen so stark beschäftigt wie die Senkungsschäden“, erklärt Cornelius Grimm, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Hansestadt. „Wir nehmen die Sorgen der Menschen sehr ernst und wollen wissen: Wie entwickelt sich die Lage tatsächlich, welche Messungen liegen vor, und wie geht die Verwaltung mit Neubauprojekten im Senkungsgebiet um?“
Die FDP-Fraktion fordert daher von der Verwaltung Antworten auf zentrale Fragen:
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Aktuelle Daten: Welche Messergebnisse zu Senkungsraten gibt es seit 2020 für den Ochtmisser Kirchsteig und den Schanzenweg?
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Straßenzustand: Wie bewertet die Verwaltung den zunehmenden Verfall des Ochtmisser Kirchsteigs und welche Sofortmaßnahmen sind vorgesehen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten?
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Bauprojekte: Welche Auflagen gelten derzeit für Bauprojekte im Senkungsgebiet und wie wird das geplante Bauvorhaben am Schanzenweg eingeschätzt, das unmittelbar im Senkungsgebiet liegt?
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Entlastung der Anwohner: Welche Förderungen wurden bisher gewährt und ist eine Ausweitung der städtischen Förderrichtlinie geplant?
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Transparenz: Wie werden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über Risiken, Fördermöglichkeiten und Bauvorhaben informiert?
Wie das Ratsbüro der Hansestadt mitteilte, konnte die Anfrage nicht mehr fristgerecht für die Sitzung am 29. September 2025 berücksichtigt werden. Sie wird deshalb erst am 27. Oktober 2025 im Bauausschuss behandelt.
„Natürlich hätten wir uns eine schnellere Behandlung gewünscht, denn die Sorgen wachsen mit jedem Tag, an dem keine Klarheit herrscht“, so Grimm weiter. „Wichtig ist aber: Unsere Fragen liegen nun offiziell auf dem Tisch. Die Verwaltung muss Antworten liefern – und zwar so, dass die Menschen im Senkungsgebiet verstehen, wie ihre Zukunft aussieht.“
Die FDP-Fraktion wird die Anfrage im Oktober konsequent nachhalten. „Es darf nicht sein, dass die Betroffenen mit ihren Sorgen alleine bleiben. Wir erwarten, dass die Verwaltung nicht nur reaktiv handelt, sondern eine klare Strategie für die nächsten 10 bis 20 Jahre entwickelt – gerade auch im Hinblick auf den Schanzenweg. Denn wenn neue Bauprojekte mitten im Senkungsgebiet genehmigt werden, muss die Stadt umso mehr erklären, wie Sicherheit und Verantwortung gewährleistet werden.“
Die FDP Lüneburg kündigt an, das Thema auch weiterhin kritisch zu begleiten und den Druck zu erhöhen, bis eine tragfähige Lösung vorliegt.